|
DNotI |
|
Tätigkeitsbericht der Bundesnotarkammer im Jahre 2008 – VII. Deutsches Notarinstitut (Anschluss an den Tätigkeitsbericht 2007, DNotZ 2008, 561, 574 - 575) 1. Anfragedienst: a) Der Gutachtendienst stand auch im Berichtszeitraum 2008 im Zentrum der Tätigkeit des Deutschen Notarinstituts. Im Jahr 2008 wurden 8.857 Gutachtenanfragen gestellt; dies bedeutet einen leichten Anstieg von 2,10 % gegenüber dem Vorjahr (2007: 8.674). Die Verteilung der Gutachtenanfragen auf die einzelnen Rechtsgebiete entspricht im Wesentlichen der Verteilung der Vorjahre: 36,80 % (Vorjahr: 35,04 % ) Immobilienrecht/allgemeines Referat 22,14 % (Vorjahr: 20,13 % ) Handels-, Gesellschafts- und Steuerrecht 25,00 % (Vorjahr: 27,85 %) Internationales Privatrecht und Ausländisches Recht 14,96 % (Vorjahr: 15,56 %) Erb- und Familienrecht 1,10 % (Vorjahr: 1,42 %) Sonderrecht der neuen Bundesländer Die Qualität der Gutachten wurde von den anfragenden Notaren mit einer Durchschnittsnote von 1,148 bewertet (Vorjahr: 1,161), die Bearbeitungszeit mit einer Durchschnittsnote von 1,126 (Vorjahr: 1,110), jeweils auf einer Skala - wie Schulnoten - von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend). b) Die Anzahl der Literaturrecherchen stieg im Jahr 2008 deutlich um 19,53 % (5.550 Anfragen im Jahr 2008 – gegenüber 4.643 im Jahr 2007), so dass der Rückgang um 11,31 % im Jahr 2007 wieder ausgeglichen wurde (2006: 5.235 Literaturrecherchen). Bei Literaturrecherchen übersendet das Deutsche Notarinstitut dem Notar von diesem angeforderte Kopien von Entscheidungen oder Aufsätzen bzw. ermittelt mit Hilfe seiner umfangreichen Fachbibliothek und Datenbanken einschlägige Fundstellen. 2. Publikationen: a) Wie seit Gründung des DNotI erschien der allen deutschen Notaren zugestellte DNotI-Report zweimal im Monat (mit ausgewählten Gutachten, Zusammenfassungen wichtiger notarrelevanter Urteile, Aktuellem und Literaturhinweisen). Für die Vorabveröffentlichung in Form eines kostenlosen Newsletters DNotI-Report, die seit Oktober 1999 erfolgt, waren 2008 insgesamt 1.035 Notare angemeldet. b) Im Jahr 2008 kamen wieder zwei Updates der vom DNotI herausgegebenen, im Verlag C.H. Beck erscheinenden Notar-CD heraus (enthält DNotZ, DNotI-Report, BWNotZ, MittBayNot und RNotZ). Der C.H. Beck Verlag hat das Grundwerk eingestellt; die Updates sind daher nur noch für die bisherigen Abonnenten erhältlich. 3. Internet und Fax-Abruf-Dienst: a) Die Abrufzahlen des Fax-Abruf-Dienstes, in den jährlich ca. 80 neue Gutachten eingestellt werden, lagen nach starken Schwankungen in den beiden Jahren 2006 und 2007 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2007: 3.761; 2008: 3.716 Abrufe). Gegenüber dem Höchststand in den Jahren 1999 und 2000 reduzierten sich die Abrufzahlen jedoch um fast zwei Drittel. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die 1.035 Bezieher des Newsletters DNotI-Report alle in den Fax-Abruf-Dienst eingestellten Dokumente bereits mit dem jeweiligen Report per Mail erhalten, so dass sie keinen Einzelabruf mehr vornehmen müssen. Daher dürfte die tatsächliche Nutzung der eingestellten Dokumente um ein Mehrfaches höher liegen. b) Beim Internet setzt sich der Wachstumstrend der letzten Jahre fort, wenngleich mit etwas geringeren Wachstumsraten. Im Jahr 2008 erfolgten insgesamt 1.416.328 Zugriffe auf die Internetseiten des Deutschen Notarinstituts (www.dnoti.de) (2007: 1.277.382 – entspricht einem Zuwachs von 10,88 %). Derzeit lassen sich 1.039 Notare durch den seit Januar 2007 bestehenden Newsletter „Neu auf der DNotI-Homepage“ wöchentlich über alle neu auf die DNotI-Homepage eingestellten Informationen unterrichten (insbes. Gesetzesänderungen und neue Urteile sowie neu eingestellte Links) Weitere 634.936 Zugriffe (2007: 1.000.712) entfielen auf die ebenfalls auf dem Server des DNotI verwalteten Internetauftritte der Notarkammern Baden-Württemberg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie des Württembergischen Notarvereins. Weiterhin betreut das DNotI das von der Bundesnotarkammer herausgegebene Deutsche Notarverzeichnis (www.deutsches-notarverzeichnis.de) und die regionalen Internet-Notarverzeichnisse der Notarkammern Berlin und Frankfurt. c) Neben der frei zugänglichen Homepage unterhält das DNotI auch eine nur Notaren mit Signaturkarte zugängliche Internet-Datenbank „DNotI-Online-Plus“. Deren Inhalt wurde erheblich erweitert und die Suchfunktionen neu gestaltet. Die neue Version wurde zum 01.10.2008 frei geschaltet (vgl. DNotI-Report 2008, 149). In DNotI-Online-Plus enthalten sind der DNotI-Report, alle Fax-Abruf-Dokumente (Gutachten und Rechtsprechung), die auf der Homepage des DNotI eingestellten Dokumente (insbes. die Rechtsprechungs-Datenbank) und zusätzlich weitere ca. 9.000 ausgewählte Internet-Gutachten, die nur in DNotI-Online-Plus zugänglich. Die Recherche erfolgt über zwei Suchmasken, einerseits zum deutschen Recht, andererseits zum ausländischen Recht. Es gibt unterschiedliche Suchmöglichkeiten; insbesondere ist eine Volltextsuche über alle Dokumente möglich. 4. Veranstaltungen: Am 09./10.10.2008 organisierte das DNotI ein Treffen mit den IPR-Experten des CRIDON Lyon sowie von Notarorganisationen aus Belgien und der Schweiz. Thema war die Vertretung Minderjähriger durch ihre Eltern, einschließlich familien- oder vormundschaftsgerichtlicher Genehmigungen. 5. Mitarbeiter: Das DNotI beschäftigte im Jahr 2008 15 Juristen (gegenüber 16 im Jahr 2007, davon wie bisher zwei Teilzeitstellen), 14 nichtjuristische Mitarbeiter (davon 7 Teilzeitstellen) sowie mehrere (insbes. studentische) Hilfskräfte. Anfragen zum Wiedervereinigungsrecht werden seit Mitte 2005 durch einen Notar aus den neuen Bundesländern (und ehemaligen DNotI-Mitarbeiter) als externen Mitarbeiter bearbeitet. Geschäftsführer des DNotI ist seit Februar 2001 Notar a. D. Christian Hertel, stellvertretender Geschäftsführer ist ebenfalls seit Februar 2001 Notar a. D. Dr. Adolf Reul. Dem Beirat gehören derzeit folgende Mitglieder an:
|