DNotI  
Deutsches Notarinstitut

 

Gesetzesänderungen

Öffentliches Recht und Sozialrecht

07.04.2009

 





 

 

NAGBNatSchG (Niedersächsisches Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz): Ergänzende oder abweichende Regelungen zum BNatSchG

Nds. GVBl. 2010, 104, tritt zum 1.3.2010 in Kraft


§ 40 NAGBNatSchG: Ergänzende landesrechtliche Regelungen zum bundesrechtlichen Vorkaufsrecht (§ 66 BNatSchG):

- Möglichkeit der Naturschutzbehörde, Vorkaufsrecht des Landes ergänzend zu § 66 Abs. 1 S. 1 BNatSchG durch Verordnung an Grundstücken in bestimmten Gebieten zu begründen (§ 40 Abs. 1 NAGBNatSchG)
- Gebot, im Liegenschaftskataster nachrichtlichen Hinweis auf das Vorkaufsrecht einzutragen (§ 40 Abs. 2 NAGBNatSchG)
- Regelungen zur Ausübung des Vorkaufsrechts (Verwaltungsakt: § 40 Abs. 3 NAGBNatSchG), zur Haftung des Landes (§ 40 Abs. 4 NAGBNatSchG) sowie zur Entschädigungspflicht (§ 40 Abs. 5 NAGBNatSchG)

 

BNatSchG - Neuverkündung; Folgeänderungen in zahlreichen Spezialgesetzen
Gesetz zur Neuregelung des Rechts des Naturschutzes und der Landschaftspflege

BGBl. 2009 I, 2542, tritt zum 1.3.2010 in Kraft

Begründung vom 11.3.2009 zum Gesetzesentwurf

Niedersächsisches Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz vom 19.2.2010: ergänzende landesrechtliche Regelung (§ 40 NAGBNatSchG) zum bundesrechtlichen Vorkaufsrecht (§ 66 BNatSchG); Inkrafttreten zum 1.3.2010 (Nds. GVBl. 2010, 104)

GWB §§ 97 ff., 99, 100; VgV; Richtlinie 2004/18/EG
Ausweislich GWB-Novelle keine Ausschreibungspflicht und Vergabeverfahren bei Verkauf von Grundstücken durch die öffentliche Hand mit Baupflicht des Erwerbers

BGBl. 2009 I, 790 - Inkrafttreten am 24.4.2009, Berichtigung (zu § 100 Abs. 2, Buchstaben o und p) BGBl. 2009 I, 1795

- EuGH-Urteil vom 25.03.2010 - C-451/08 (Helmut Müller) (auf Vorlage des OLG Düsseldorf)

- EuGH-Generalanwalt, Schlussantrag vom 17.11.2009 - C-451/08 (Helmut Müller) (auf Vorlage des OLG Düsseldorf)

Zustimmung des Bundesrates, BR-Drucks. 25/09 (Beschluss) vom 13.2.2009

Beschlussfassung durch Bundestag (in der vom Wirtschaftsausschuss vorgeschlagenen Fassung) am 19.12.2008, BR-Drucks. 35/09 vom 23.1.2009

Beschlussempfehlung und Bericht des BT-Ausschusses für Wirtschaft und Technologie, BT-Drucks. 16/11428 vom 17.12.2008

Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des Vergaberechts, BR-Drucks. 349/08 vom 2.5.2008 = BT-Drucks. 16/10117 vom 13.8.2008 (mit Stellungnahme des Bundesrates und Gegenäußerung der Bundesregierung)

- insbes. Klarstellungen in der Definition öffentlicher Aufträge (§ 99 GWB),

- insbes. Beschaffungscharakter des Bauauftrages (§ 99 Abs. 3) - in Abgrenzung von der bloßen Förderung einer städtebaulichen Entwicklung,

- und befristes Nutzungsrecht als Wesensmerkmal einer Baukonzession (§ 99 Abs. 6) - in Abgrenzung von der Veräußerung eines Grundstücks,

- beides nach der Gesetzesbegründung ausdrücklich zur Beseitigung der aus der Rechtsprechung des OLG Düsseldorf resultierenden rechtlichen Unsicherheiten (BR-Drucks. 349/08, S. 31/32).

- außerdem u.a.: Mittelstandsklausel durch Aufteilung in Einzellose (§ 97 Abs. 3 GWB),

- Berücksichtigung "sozialer, umweltbezogener oder innovativer Aspekte" in der Ausschreibung zulässig (§ 97 Abs. 4 GWB),

- Regelung der Informations- und Wartepflicht (bisher § 13 VgV) in § 101a GWB, Sanktion Unwirksamkeit, aber Geltendmachung höchstens 6 Monate nach Vertragsschluss (§ 101b),

- weiterhin kein Primärrechtsschutz unterhalb der Schwellenwerte (§§ 97 Abs 7, 100 GWB i.V.m. § 2 VgV).

Bericht "Aus der Gesetzgebung", BNotK-Intern 2/2008, S. 4

Aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion, BT-Drucks. 16/8292 vom 27.2.2008:

"3./4. Die Bundesregierung ist im Unterschied zu der Rechtsprechung des OLG Düsseldorf der Auffassung, dass in den o. g. Fällen der für eine Ausschreibung erforderliche Beschaffungscharakter nicht vorliegt.

Die Bestimmungen des § 99 Absatz 1 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) definieren klar, dass „öffentliche Aufträge entgeltliche Verträge zwischen öffentlichen Auftraggebern und Unternehmen sind, die Liefer-, Bau- und Dienstleistungen zum Gegenstand haben, und Auslobungsverfahren, die zu Dienstleistungsverträgen führen sollen.“

Die Regelungen des nationalen wie europäischen Vergaberechts sind Einkaufsvorschriften zur Bedarfsdeckung der öffentlichen Hände gegen Entgelt und keine Vorschriften zur Veräußerung von öffentlichem Vermögen. Der Verkauf von Grundstücken richtet sich ausschließlich nach den jeweiligen haushaltsrechtlichen Bestimmungen.“

„8. Die Bundesregierung hat die Rechtsprechung des OLG Düsseldorf und die daraus resultierenden rechtlichen Unklarheiten zum Anlass genommen, im Rahmen der derzeit laufenden Vergaberechtsnovelle Klarstellungen in einzelnen Vorschriften des GWB vorzuschlagen.“

 

Arbeitshilfe des Städtetages Nordrhein-Westfalen/Städte- und Gemeindebundes Nordrhein-Westfalen: "Kommunale Grundstücksgeschäfte und Vergaberecht - Konsequenzen aus der Rechtsprechung des OLG Düsseldorf in den Verfahren „Flugplatz Ahlhorn“, „Wuppertal“, „Oer-Erkenschwick“", 2. Aufl. März 2008

 

Gesetzestexte:

- EU-Richtlinie 2004/18/EG vom 31.3.2004 über die Koordinierung der Verfahren zur Vergabe öffentlicher Bauaufträge, Lieferaufträge und Dienstleistungsaufträge, ABl. EU 2004 L 134/114 vom 30.4.2004

(ersetzt u.a. Richtlinie 93/37/EWG vom 14.6.1993 über die Korodinierung der Verfahren zur Vergabe öffentlicher Bauaufträge, ABl. L 1999 vom 9.9.1993),

- §§ 97 ff. GWB = Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen,

- VgV = Vergabeverordnung (Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge), BGBl. 2003 I, 169. 

 

Der Diskussion zugrundeliegende Rechtsprechung:

- EuGH, Urt. v. 12.7.2001 – C-399/98 („Mailänder Scala“),

- EuGH, Urt. v. 18.1.2007 – C 220/05 (Stadt Roanne),  

- OLG Düsseldorf, Beschl. v. 13.6.2007 – Verg 2/07 (Fliegerhorst Ahlhorn),

- OLG Düsseldorf, Beschl. v. 12.12.2007 – VII-Verg 30/07 (Stadt Wuppertal),

- OLG Düsseldorf, Beschl. v. 6. 2. 2008 – VII Verg 37/07 (Stadt Oer-Erkenschwick).

- Europäische Kommission, Pressemitteilung vom 5.6.2008 (Stadtwerke Flensburg): Kein Vergabeverfahren erforderlich bei Grundstücksverkauf mit bloßem Rückerwerbsrecht der Gemeinde bei Nichtbebauung ohne Baupflicht des Erwerbers.

 

DNotI-Literaturliste zur Ausschreibungspflicht bei Grundstücksveräußerungen durch die öffentliche Hand mit Bebauungspflicht durch den Erwerber (Stand 29.12.2008)
 

 

LKO LSA – Neufassung
Bekanntmachung der Neufassung der
sachsen-anhaltinischen Landkreisordnung

GVBl. LSA 2009, 435, am 30.5.2009 in Kraft getreten
 

GO LSA – Neufassung
Bekanntmachung der Neufassung der
sachsen-anhaltinischen Gemeindeordnung

GVBl. LSA 2009, 383, am 30.5.2009 in Kraft getreten
 

WHG  - Neuverkündung; Folgeänderungen in zahlreichen Spezialgesetzen Gesetz zur Neuregelung des Wasserrechts

BGBl. 2009 I, 2585, tritt zum 7.8.2009 bzw. zum 1.3.2010 in Kraft (vgl. näher Art. 24 des Gesetzes zur Neuregelung des Wasserrechts)
 

BayBO u.a. Art. 6, 8, 18, 61, 62, 68, 77
Gesetz zur Änderung der Bayerischen Bauordnung, des Baukammerngesetzes und des Denkmalschutzgesetzes

BayGVBl. 2009, 385, tritt zum 1.8.2009 in Kraft
 

EnEG; EnEV §§ 3, 4, 9, 16 ff.
Verschärfung der energetischen Anforderungen für Neubauten (und bei wesentlichen Änderungen) um ca. 30%

Drittes Gesetz zur Änderung des Energieeinsparungsgesetzes vom 28.3.2009, BGBl. 2009 I, 643

Verordnung zur Änderung der Energieeinsparverordnung vom 29.4.2009, BGBl. 2009 I, 954

Gesetzesbeschluss des Bundestages vom 19.12.2008, BR-Drucks. 38/09 vom 23.1.2009

Regierungsentwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Energieeinsparungsgesetzes, BR-Drucks. 562/08 vom 8.8.2008

Regierungsentwurf für Verordnung zur Änderung der Energieeinsparverordnung, BR-Drucks. 569/08 vom 8.8.2008

- Verschärfung der energetischen Anforderungen um ca. 30% (§§ 3,4, 9 und Anlagen 1, 2 EnEV-E),

- Außerbetriebnahme elektrischer Speicherheizsysteme (§ 4 Abs. 3 Nr. 2 EnEG-E; § 10a EnEV),

- leichte Änderungen bei der Darstellung in Energieausweisen (§§ 16 ff. und Anlagen 6 ff. EnEV),

- Anwendung des neuen Rechts vorgesehen für "Vorhaben, welche die Errichtung, die Änderung, die Erweiterung oder den Ausbau von Gebäuden zum Gegenstand haben", in der zum Zeitpunkt der Bauantragstellung/Bauanzeige bzw. Kenntnisgabe bzw. (bei bei nicht genehmigungs- und anzeigebedürftigen Vorhaben) des Baubeginns geltenden Fassung (§ 28 EnEV),

- politische Absichtserklärung zu weiteren "Verschärfung der energetischen Anforderungen nochmals bis zur gleichen Größenordnung ..., allerdings in Abhängigkeit von den wirtschaftlichen und sonstigen Rahmenbedingungen" (BR-Drucks. 569/08, S. 67).
 

VersAusglG; BGB § 1587 ff.
Versorgungsausgleichsgesetz: Strukturreform Versorgungsausgleich

Inkrafttreten des Gesetzes für 1.9.2009 geplant

- BMJ-Pressemitteilung vom 6.3.2009 zur Zustimmung durch den Bundesrat

- Zustimmung durch den Bundesrat, BR-Drucks. 128/09 (Beschluss) vom 6.3.2009

- BMJ-Pressemitteilung vom 12.2.2009 zur Beschlussfassung durch den Bundestag

- Gesetzesbeschluss des Bundestages, BR-Drucks. 128/09 vom 13.2.2009

- Beschlussempfehlung und Bericht des BT-Rechtsausschusses, BT-Drucks. 16/11903 vom 11.2.2009

Regierungsentwurf mit Stellungnahme des Bundesrates und Gegenäußerung der Bundesregierung, BT-Drucks. 16/10144 vom 20.8.2008

BMJ-Pressemitteilung vom 21.5.2008 zum Regierungsentwurf

Regierungsentwurf für ein Gesetz zur Strukturreform des Versorgungsausgleichs (VAStrRefG) vom 21.5.2008

- Regelung in neuem Versorgungsausgleichsgesetz (VersAusglG); Aufhebung von §§ 1587a-1587p BGB; Inkrafttreten zugleich mit FGG-Reformgesetz geplant;

- künftig inbes. interner Teilung innerhalb des jeweiligen Versorgungssystems geplant (auch betriebliche und private Anrechte sowie Versorgung von Bundesbeamten), nicht über die gesetzliche Rentenversicherung (§ 10 VersAusglG);

- ausnahmsweise externe Teilung aufgrund Vereinbarung zwischen berechtigtem Ehegatten und Versorgungsträger; einseitiges Abfindungsrecht des Versorgungsträgers für kleine anwartschaften bis zu ca. 50.- € monatliche Rente bzw. bis zu ca. 6.000.- € Kapitalwert (bzw.bei "arbeitgebernahen" Betriebsrenten aus Direktzusagen oder Unterstützungskassen bis zu ca. 63.000.- € Kapitalwert) (§ 14 VersAusglG):

- Barwertverordnung entfällt, da Dynamisierung und Umrechnung bei internem Ausgleich entbehrlich ist;

- kein Bagatellausgleich bei geringen Anrechten oder geringem Unterschied zwischen beiderseitigen Anrechten (bis zu ca. 25.- € monatliche Rente bzw. bis zu ca. 1.000.- € Kapitalwert) (§ 15 VersAusglG);

- kein Versorgungsausgleich bei kurzer Ehezeit bis zu zwei Jahren (§ 3 VersAusglG);

- Vereinbarungen zum Versorgungsausgleich vom Gesetzgeber erwünscht und grundsätzlich vorrangig vor (gesetzlichem) Wertausgleich bei der Scheidung; Regelungsbefugnis insbes. zu völligem oder teilweisem Ausschluss des Versorgungsausgleichs (§ 6 VersAusglG), (gesetzlicher) Wertausgleich keine unüberwindbare Höchstgrenze mehr, vielmehr bei Zustimmung des betroffenen Versorgungsträger großer Regelungsspielraum (§ 8 Abs. 2 VersAusglG), soweit gerichtliche Inhalts- und Ausübungskontrolle gewahrt (§ 8 Abs. 1 VersAusglG); vor Rechtskraft der Scheidung notarielle Beurkundung erforderlich (§ 7 VersAusglG);

- dagegen künftig keine Unwirksamkeit einer ehevertraglichen Regelung mehr bei Scheidungsantrag binnen Jahresfrist (§ 1408 Abs. 2 S. 2 BGB); auch das Genehmigungserfordernis bei Vereinbarung im Zusammenhang mit der Scheidung (§ 1587o Abs. 2 S. 3 BGB) soll entfallen.

Bericht Gesetzgebungsübersicht BMJ, Eckpunktepapier "Strukturreform des Versorgungsausgleichs", 28.11.2006 (im Internet auf Seite FamRB)

- künftig Regelung in einem eigenen Gesetz außerhalb des BGB geplant (Ziffer V. 16.)

- Ähnlich wie Zugewinnausgleich soll Versorgungsausgleich abschließend auf der Grundlage von Stichtagswerten und zeitnah zur Ehescheidung erfolgen (Ziffer V. 3.)

- Grundsätzlich soll jedes Anrecht für sich real geteilt werden (auch betriebliche und private Versorgungen; noch zu prüfen bei - verfallbaren Anrechten) - statt des bisherigen Einmalausgleichs über die gesetzliche Rentenversicherung (Ziffern V. 4.-6.).

- Aufgrund des getrennten Ausgleichs jedes einzelnen Rechtes wird eine Vergleichbarmachung aller Anrechte zum Zwecke des Ausgleichs entbehrlich, ebenso die Gruppenbildung und die Regelung zweier getrennter Ausgleichsmechanismen. Auch die Sonderregeln für Anrechte aus dem Beitrittgebiet werden entbehrlich (Ziffer V. 7.-8.).

- Die „Dynamisierung“ der Anrechte ist im reformierten Versorgungsausgleich entbehrlich (Ziffer V. 9.).

- kein Ausgleich bei kurzer Ehedauer und bei geringfügigen Ausgleichsbeträgen (Ziffer V. 10.).

- Eine Vorsorgevermögensbilanz soll dem Familiengericht und den Ehegatten schnellen Überblick ermöglichen (Ziffer V. 11.).

- Abänderbarkeit der Gerichtsentscheidung eingeschränkt; keine „Totalrevision“ der Erstentscheidung mehr (Ziffer V. 12).

- schuldrechtlichen Versorgungsausgleich in seiner Sicherungswirkung stärken, z.B. durch verbesserte Abtretungsregelung (§ 1587i BGB) (Ziffer V. 13.).

- Gestaltungsmöglichkeiten der Familiengerichte und der Parteien erweitern, Harmonisierung der Regelungen für Ehevertrag und Scheidungsfolgenvereinbarung (Ziffer V. 15.).

Abschlussbericht der Kommission „Strukturreform des Versorgungsausgleichs“ vom 27.10.2004

- Zusammenfassung
- Abschlussbericht

- Anhang

 

NBauO (BauO Nds.) § 94
Genehmigungspflicht für Grundstücksteilung in Niedersachsen abgeschafft

§ 94 NBau (und damit das Erfordernis einer Teilungsgenehmigung für die Grundstücksteilung) wurde aufgehoben durch Art. 3 Nr. 3 des "Gesetzes zur Änderung des Modellkommunen-Gesetzes und anderer Gesetze" vom 10.12.2008 (Nds. GVBl. 2008, 381) mit Wirkung zum 13.12.2008.

- Link auf DNotI-Arbeitshilfe "Grundstücksteilung - Übersicht über landesrechtliche Genehmigungserfordernisse" (Stand 1.1.2009)
 

EEWärmeG §§ 3,5
Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz: Nutzungspflicht für erneuerbare Energien bei Neubauten

Informationsbroschüre des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit "Wärme aus erneuerbaren Energien - Was bringt das neue Wärmegesetz?"

BGBl. 2008 I, 1658, Inkrafttreten zum 1.1.2009 , insbes.:

- § 3 - Grundsatz: bei Neubauten Nutzungspflicht zur anteiligen Nutzung erneuerbarer Energien für den Wärmebedarf;

die Länder können eine Pflicht auch für bereits errichete bzw. für unter die Übergangsvorschrift fallende Gebäude aufstellen.

- § 5 - Anteil erneuerbarer Energien: alternativ entweder mindestens 15% des Wärmebedarfs aus Solarenergie,

oder mindestens 30% aus gasförmiger Biomasse,

oder mindestens 50% aus flüssiger oder fester Biomasse,

oder mindestens 50% aus Geothermie und Umweltwärme.

- § 7 - Ersatzmaßnahmen: statt dessen genügt mindestens 50% Wärmeenergiebedarf aus Kraft-Wärme-Kopplung (Anlagen IV und V),

oder Energieeinsparung um 15% unter jeweiligen Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) (Anlage VI),

oder Wärmeenergie aus Nah- oder Fernwärmeversorgung bezogen (Anlage VII).

- § 8: Kombination verschiedener Maßnahmen möglich.

- §§ 13-15 Förderprogramme: Förderung in den Jahren 2009 bis 2012 mit bis zu 500 Millionen Euro pro Jahr aus dem Bundeshaushalt (für über gesetzliche Pflicht hinausgehende Maßnahmen).

Inkrafttreten zum 1.1.2009 (§ 20);

- § 19: vom Anwendungsbereich ausgenommen sind Gebäude, wenn für das Vorhaben vor dem 1.1.2009 Bauantrag gestellt oder Bauanzeige erstattet wurde, bzw. bei genehmigungs- und anzeigefreien Gebäuden, wenn vor dem 1.1.2009 mit der Bauausführung begonnen wurde,

Gesetzesbeschluss des Deutschen Bundestages, BR-Drucks. 419/08 vom 13.6.2008

Gegenäußerung der Bundesregierung, BT-Drucks. 16/8395 vom 5.3.2008

Regierungsentwurf, BR-Drucks. 9/08 vom 4.1.2008 = BT-Drucks. 16/8149 vom 18.2.2008 (dort mit Stellungnahme des Bundesrates)
 

SächsDSchG § 17; SächsNatSchG § 36; SächsWaldG § 27
Sachsen: Anpassung der landesrechtlichen Vorkaufsrechte im Zuge der Verwaltungsneuordnung

Das Gesetz zur Neuordnung der Sächsischen Verwaltung (Sächsisches Verwaltungsneuordnungsgesetz – SächsVwNG) vom 29.1.2008 (GVBl. Sachsen 2008, 138) enthält in seinen Art. 6, 64 und 73 auch Anpassungen der Regelungen über die landesrechtlichen Vorkaufsrechte nach Denkmalschutz-, Naturschutz- und Waldgesetz. Wesentliche Zuständigkeitsänderungen oder sonstige inhaltliche Änderungen sind damit jedoch nicht verbunden. Die Änderungen traten zum 1.8.2008 in Kraft (Art. 81).

- DNotI-Arbeitshilfe "Übersicht gesetzlicher Vorkaufsrechte an Grundstücken (Bundesrecht und Landesrecht)" (Stand 7.8.2008)
 

ThürWaldG § 17
Thüringen: Vorkaufsrecht der angrenzenden Privatwaldeigentümer aufgehoben

Das Vorkaufsrecht der angrenzenden Privatwaldeigentümer nach § 17 Abs. 1 Thüringer Waldgesetz (ThürWaldG) wurde mit Wirkung vom 1.7.2008 abgeschafft. Nunmehr besteht das Vorkaufsrecht nur zugunsten der Gemeinde und des Landes (Fassung durch das „Gesetz zur Änderung und Aufhebung von Vorschriften zum Wald, zur Fischerei und zu den Waldgenossenschaften“ vom 24.6.2008, GVBl. 2008, 125, in Kraft seit 1.10.2008; Neubekanntmachung GVBl. 2008, 315).

- DNotI-Arbeitshilfe: Übersicht gesetzlicher Vorkaufsrechte an Grundstücken (Bundesrecht und Landesrecht) (Stand 1.7.2008) - Gesetzestexte

 - sowie tabellarische Übersicht dazu

- Link auf Thüringer Waldgesetz
 

WoGG
Neuregelung des Wohngeldrechts

- Gesetzesbeschluss des Bundestages: Gesetz zur Neuregelung des Wohngeldrechts und zur Änderung anderer wohnungsrechtlicher Vorschriften, BR-Drucks. 284/08 vom 2.5.2008

- Zweite Beschlussempfehlung und zweiter Bericht des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, BT-Drucks. 16/8918 vom 23.4.2008

- Regierungsentwurf, BT-Drucks. 16/6543 vom 28.9.2007
 

PreisklauselG
Umstellung des Verbraucherpreisindex auf Basisjahr 2005

Am 29.2.2008 wurde der Verbraucherpreisindex vom bisherigen Basisjahr 2000 auf das Basisjahr 2005 umgestellt.

- Informationseite des Statistischen Bundesamtes zur Indexumstellung 

- Statement des Präsidenten des Statistischen Bundesamtes

- Hintergrundpapier "Ergebnisse der Indexberechnung auf Basis 2005"

- Hintergrundpapier "Unterschiede zwischen Verbraucherpreisindex (VPI) und Harmonisiertem Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland"

- Tabellen Verbraucherpreisindex (Statistisches Bundesamt)
 

LWoFG BW
Belegungsbindung für Wohnraum in Baden-Württemberg

Gesetz zur Umsetzung der Föderalismusreform im Wohnungswesen, GBl. BW 2007, 581,

- enthält insbes. das Landeswohnraumförderungsgesetz (LWoFG)

- darin Belegungsbindung in §§ 15-22 LWoFG
 

WoBindG
Bayerisches Wohnungsbindungsgesetz

- Bekanntmachung der Neufassung des Bayerischen Wohnungsbindungsgesetzes vom 23.7.2007, BayGVBl. 2007, 562, in Kraft seit 1.5.2007
 

PreisklauselG (Preisklauselgesetz); PreisG (PaPkG); PrKV
Gesetzliches Indexverbot statt Genehmigungsvorbehalt für Wertsicherungsklauseln

Korrektur des Redaktionsversehens in § 3 Abs. 1 Nr. 2 b PreisklauselG durch Art. 3 des Gesetzes zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung, BGBl. 2008 I, 2101, 2107 f. (Gesetzesentwurf für Korrektur sh. BR-Drucks. 12/08 vom 4.1.2008, S. 13-14 und S. 42)

Preisklauselgesetz enthalten im: "Zweiten Gesetz zum Abbau bürokratischer Hemmnisse insbesondere in der mittelständischen Wirtschaft"

Genehmigungserfordernis für Wertsicherungsklauseln durch BAFA (Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle) entfällt;

statt dessen Übernahme der bisher in der Preisklauselverordnung (PrKV) geregelten Ausnahmen vom Indexierungsverbot direkt in das Gesetz;

Unwirksamkeit der Klausel bei Verstoß grds. nur und erst ab rechtskräftiger Feststellung (§ 8 PreisklauselG).

PreisklauselG am 14.09.2007 in Kraft getreten

- BGBl. Nr 47 vom 13.09.2007, S. 2246

- DNotI-Report 14/2007, S. 112

- Siehe dazu Hinweis, DNotI-Report 2007, 112; Kirchhoff, DNotZ 2007, 913; Reul, MittBayNot Heft 6/2007, 445; Wilsch, NotBZ 2007, 431

- "Synopse Preisklauselgesetz – altes Recht" (DNotI) (mit Korrektur durch BGBl. 2008 I, 2101, 2107 f.)
- Zustimmung des Bundesrates (ohne Änderungen), BR-Drucks. 392/07 (Beschluss) vom 6.7.2007

- Gesetzesbeschluss des Bundestages, BR-Drucks. 392/07 vom 15.6.2007

- Beschlussempfehlung und Bericht des BT-Wirtschaftsausschusses, BT-Drucks. 16/5522 vom 29.5.2007 (= vom Bundestag beschlossene Gesetzesfassung)

- Regierungsentwurf, BT-Drucks. 16/4391 vom 27.2.2007
 

EnEG § 5a, EnEV
Energieausweis ("Energiepaß") ab 1.1. bzw. 1.7.2008 auch für Bestandsgebäude

- BGBl. 2007 I, 1519 (tritt zum 1.10.2007 in Kraft)

(vgl. Aufsätze von Bachmayer, BWNotZ 2007, 49; Hertel, DNotZ 2007, 486; Krauß, ZNotP 2007, 202)

- vom Bundesrat vorgeschlagene Änderungen, BR-Drucks. 282/07 (Beschluss)

- Regierungsentwurf für Neufassung der Energieeinsparverordnung, BR-Drucks. 282/07 vom 27.4.2007 

- Gemeinsame Presseerklärung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung vom 25.4.2007

- Bericht der Bundesregierung zu der Entschließung des Bundesrates, BR-Drucks. 87/07 vom 2.2.2007

- Referentenentwurf zur Novellierung der Energieeinsparverordnung, Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung vom 7. April 2006, Nr. 112/2006

- Energieeinsparverordnung (EnEV) i.d.F. der Bek. v. 2.12.2004, BGBl. 2004 I, S. 3146 (Energieausweis in § 13)

- Link Deutsche Energie-Agentur (dena)

- Muster des dena-Eniergiepasses

Energieeinsparungsgesetz (EnEG), BGBl. 2005 I, 2682, 2684 (Ermächtigungsgrundlage in § 5a EnEG)

- BNotK-Rundschreiben Nr. 19/2005 vom 27.07.2005

Zustimmung des Bundesrates, BR-Drucks. 525/05 (Beschluß) vom 8.7.2005

Gesetzesbeschluß des Bundestages, BR-Drucks. 525/05 vom 1.7.2005

- Beschlußempfehlung und Bericht des BT-Ausschusses für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, BT-Drucks. 15/5849 vom 29.6.2005 - Regierungsentwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Energieeinsparungsgesetzes, BT-Drucks. 15/5226 vom 11.4.2005

- keine gesetzliche (sondern nur ggf. vertragliche) Regelung der zivilrechtlichen Folgen des Energieausweises für Kauf- oder Mietvertrag

EG-Richtlinie 2002/91/EG vom 16.12.2002 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (ABl. EG 2003 Nr. L 1 S. 65)

- Einführung von Energieausweisen für Gebäude spätestens zum 4.1.2006,
- Verkäufer bzw. Vermieter muß bei Verkauf oder Vermietung den Energieausweis vorlegen (Art. 7 RL)
 

LG NW § 36a
Nordrhein-Westfalen: Neufassung des Vorkaufsrechtes des Trägers der Landschaftsplanung

Das „Gesetz zur Änderung des Landschafts­gesetzes sowie sonstiger Vorschriften“ vom 19.6.2007 (GVBl. NW 2007, 226, 232 - in Kraft seit 5.7.2007, Art. VIII) fasst durch Art. I Nr. 28 das das (im Jahr 2005 eingeführte) Vorkaufsrecht des Trägers der Landschafts­planung neu, indem es Sätze 2-7 ergänzt (in Anlehnung an die Regelung in §§ 24 ff., 28 BauGB).

- Text von § 36a LG NW n.F. 

- DNotI-Arbeitshilfe "Übersicht gesetzlicher Vorkaufsrechte an Grundstücken"

 

MilchQuotV/MilchAbgV
Milchquotenverordnung/Milchabgabenverordnung

Milchquotenverordnung (MilchQuotV) vom 4.3.2008, BGBl. 2008 I, 359 (in Kraft ab 1.4.2008; Regelung über Übertragung der Quote entsprechen weitgehend denen der Milchabgabenverordnung 2007)

- Verordnungsentwurf des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, BR-Drucks. 936/07 vom 21.12.2007

- dadurch umgesetzte Verordnung (EG) 1234/2007 vom 22.10.2007 über eine gemeinsame Organisation der Agrarmärkte (Einheitliche GMO; ABl. EU Nr. L 299 S. 1)  

(fasst die früheren 21 Agrarmarktordnungen der EG in einem einzigen Rechtstext zusammen, darunter insbes. auch die Verordnung (EG) Nr. 1788/2003 vom 29.9.2003 über die Erhebung einer Abgabe im Milchsektor (EG-Milchabgabenverordnung; ABl. EU Nr. L 270 S. 123)

(bis 31.3.2008 geltende) Milchabgabenverordnung vom 7.3.2007 (BGBl. 2007 I, 295) als überarbeitete Fassung der Zusatzabgabenverordnung - ZAVO (BGBl. 2000 I, 27)

Literatur: Gutachten, DNotI-Report 2000, 158;

Busse, Milchquotenbörse und Umsatzsteuer, AUR 2006, 229;

Busse, Zur Frage der Pfändbarkeit von Milchquoten unter Rechtsnatur der Milchquo­tenübertragung – zugleich ein Betrag zu Kontingentierungen im Wirt­schaftsverwaltungsrecht, AUR 2006, 153;

Günther, Das EuGH-Urteil in der RS C-401/99, v. 20. Juni 2002, THOMSEN und seine Folgen im Hinblick auf die Zusatz-Abgabenverordnung (ZAV), AUR 2002, 305;

Hentschke, Die Beurteilung der Abtretung von Geschäftsanteilen einer GmbH und die Anforderung an einen Gesamtbetrieb nach der Zusatzabgabenverordnung, AUR 2004, 137;

Hertel, Neuregelung für Milchquoten, DNotZ 2000, 325;

Netzer, Die Milchquote in der Erbfolge nach dem 1. April 2000 – „Vertragsbin­dung“ statt „Flächenbindung“?, AUR 2001, 133;

Niels, Zur Gestaltung des Milchmarktes seit dem 1.4.2000 unter Aspekt des Milchre­ferentenhandels, AUR 2001, 4;

Schnekenburger, Zur Pfändbarkeit und zur Insolvenzzugehörigkeit der Milchrefe­renzmenge, AUR 2003, 133.
 

EnWG §§ 7 ff., 17 Abs. 3, 18, 39 Abs. 2; AVBEltV; AVBGasV; GasGVV; NDAV; NAV; StromGVV
Neuregelung der Netzanschluss- und Grundversorgungsbedingungen für Strom und Gas

Das "Zweite Gesetz zur Neuregelung des Energiewirtschaftsrechts" - EnWG (BGBl. 2005 I, 1970) schreibt – in Umsetzung entsprechender EG-Richt­linien – die Entflechtung des Netzbetrieb von den übrigen Tätigkeiten der (integrierten) Energieversorgungsunternehmen, insbesondere von der Energielieferung, vor (§§ 7-10 EnWG) (vgl. Angenendt/ Gramlich/Pawlik, LKV 2006, 49; Kühne/Brodowski, NVwZ 2005, 849; Scholtka, NJW 2005, 2421; Tüngler, JuS 2006, 487).
Infolgedesse Ersetzung der bisherigen Allgemeinen Versorgungsbedingungen für die Strom- bzw. Gasversorgung - AVBEltV, AVBGasV (BGBl. 1979 I, 676 und 684) durch neue Verordnungen - getrennt für Netzanschluss und Energielieferung (Rechtsgrundlage §§ 17 Abs. 3, 39 Abs. 2 EnWG) (vgl. Groß, NJW 2007, 1030):
- Verordnung über allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Elektrizitätsversorgung in Niederspannung – NAV (BGBl. 2006 I, 2477);
- Verordnung über allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Gasversorgung in Niederdruck – NDAV (BGBl. 2006 I, 2477, 2485)
- Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Grundversorgung von Haushaltskunden und die Ersatz­versorgung mit Elektrizität aus dem Niederspannungsnetz vom 26.10.2006 - StromGVV (BGBl 2006 I, 2391)
- Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Grundversorgung von Haushaltskunden und die Ersatzversorgung mit Gas aus dem Niederdrucknetz“ vom 26.10.2006 - GasGVV (BGBl 2006 I, 2391, 2396)
Für Netzanschluss bei Eigentumswechsel am Grundstück gesetzliches Erlöschen des Vertragss mit altem Eigentümer und Neuentstehen eines Vertrag mit neuem Eigentümer (§ 2 Abs. 4 NAV bzw. NADV); nach NAV zusätzlich Anzeigepflicht des Alteigentümers (§ 2 Abs. 4 S. 3 NAV - in NADV wohl nur durch Redaktionsversehen vergessen).
 

REIT-Gesetz
Real Investment Trusts

sh. bei Gesellschafsrecht

SH LNatSchG § 40
Schleswig-Holstein: Naturschutzrechtliches Vorkaufsrecht abgeschafft

In Schleswig-Holstein wurde das naturschutzrechtliche Vorkaufsrecht abgeschafft durch das „Gesetz zum Schutz der Natur (Landesnaturschutzgesetz – LNatSchG) und zur Änderung anderer Vorschriften“ vom 6.3.2007 (GVOBl. SH 2007, S. 136, in Kraft ab 16.4.2007). Das bisherige Vorkaufsrecht in § 40 LNatSchG SH a.F. (in der Fassung durch durch Gesetz vom 5.12.2004, GVOBl. SH 2004, 460) tritt mit Ablauf des 15.4.2007 außer Kraft.
 

EG Art. 87, 88; BGB § 134; Verordnung (EG) Nr. 70/2001 vom 12.1.2001
Weitergeltung der KMU-Verordnung und der anderen Gruppenfreistellungsverordnungen bis 30.6.2008

Verlängerung der Geltungsdauer u.a. der "Verordnung (EG) Nr. 70/2001 vom 12.1.2001 über die Anwendung der Artikel 87 und 88 EG-Vertrag auf staatliche Beihilfen an kleine und mittlere Unternehmen" durch Verordnung (EG) Nr. 1976/2006 vom 20.12.2006, ABl. EU L 368/85 vom 23.12.2006
 

EG Art. 87, 88; BGB § 134; Verordnung (EG) Nr. 1998/2006 vom 15.12.2006
Neufassung der De-minimis-Verordnung: Beihilfen bis 200.000.- anzeigefrei

ABl. EU L 379/5 vom 28.12.2006, Geltung ab 1.1.2007-31.12.2013
- keine Anzeigepflicht für Beihilfen bis zu 200.000.- Euro innerhalb von 3 Steuerjahren (Art. 2)
- Ausnahme für Landwirtschaft, Steinkohlebergbau, Straßengütertransport sowie für exportbezogene Beihilfen (Art. 1)
 

BauGB §§ 9 Abs. 2a, 12 Abs. 3a, 13a, 142 Abs. 3, 154 Abs. 2 S. 2
Gesetz zur Erleichterung von Planungsvorhaben für die Innenentwicklung der Städte

BGBl. 2006 I, 3316

tritt zum 1.1.2007 in Kraft

Inhalt insbes.:

- beschleunigtes Verfahren für Bebauungspläne der Innenentwicklung bis zu 20.000 bzw. bis zu 70.000 qm zulässiger Grundfläche (ähnlich des vereinfachten Verfahrens) ohne förmliche Umweltprüfung und mit vereinfachter Bürger- und Behördenbeteiligung (§ 13a BauGB);

- Änderung des Durchführungsvertrages künftig auch ohne Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes (VEP) möglich (§ 12 Abs. 3a BauGB);

- Bebauungsplan kann zulässige Nutzungsarten (z.B. Geschäfte) einschränken, um zentrale Versorgungsbereiche zu erhalten oder zu entwickeln (z.B. zur Stärkung der Innenstädte) (§ 9 Abs. 2a BauGB); damit ist keine Einzelfallprüfung nach § 34 Abs. 3 BauGB erforderlich;

- Beschleunigung von Sanierungsverfahren durch Beschluss über Frist für die Sanierung (§ 142 Abs. 3 BauGB) sowie durch erleichterte Berrechnung der Ausgleichsbeträge für die sanierungsbedingte Bodenwerterhöhung (§ 154 Abs. 2 S. 2 BauGB).

- Zustimmung des Bundesrates am 15.12.2006

- Gesetzesbeschluss des Bundestages, BR-Drucks. 855/06 vom 24.11.2006

- Beschlussempfehlung und Bericht des BT-Ausschuss für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, BT-Drucks. 16/3308 vom 8.11.2006

- Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), Pressemitteilung vom 9.8.2006 Nr. 249/2006

- Regierungsentwurf, BT-Drucks. 16/2496 vom 4.9.2006  = BR-Drucks. 558/06 vom 11.8.2006
 

VVG
Reform des Versicherungsvertragsrechts

- Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Reform des Versicherungsvertragsrechtes, BR-Drucks. 707/06 vom 13.10.2006

Vorgesehen ist eine vollständige Neufassung:
- Regelungen über Beratungs-, Aufklärungs- und Informationspflichten der Versicherer,
- Laufzeiten von Verträgen, Widerrufs-, Rücktritts- und Kündigungsrechte,
- vorläufige Deckung, Pflichtversicherung,
- gesetzliche Mindeststandards z.B. für Berufsunfähigkeitsversicherung
 

Landwirtschaftliche Betriebsprämien nach der EU-Agrarreform

EG-Verordnung und Betriebsprämiendurchführungsgesetz

-Verordnung (EG) Nr. 1782/2003 des Rates vom 29.9.2003 (ABl. EG Nr. L 270 vom 21.10.2003, S. 1)
 (mit Berichtigung ABl. EG Nr. L 094 vom 31.3.2004 S. 70)
geändert durch Verordnung (EG) Nr. 864/2004 vom 29.4.2004 (ABl. EG Nr. L 206 vom 09.06.2004, S. 20-36)
- Stellungnahme der Bundesregierung zu der Entschließung des Bundesrates zur Umsetzung der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik, BR-Drucks. 255/05 vom 13.04.2005

Betriebsprämiendurchführungsgesetz

- Neufassung des Betriebsprämiendurchführungsgesetzes, BGBl. 2006 I, S. 1298
- Bekanntmachung der Neufassung des Betriebsprämiendurchführungsgesetzes vom 26.7.2004, BGBl. 2004 I, S. 1868. 
- Erstes Gesetz zur Änderung des Betriebsprämiendurchführungsgesetzes vom 23.7.2004, BGBl. 2004 I, S. 1861
- Gesetz zur Umsetzung der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik vom 21.7.2004, BGBl. 2004 I, S. 1763
(enthält insbesondere als Artikel 1 das Betriebsprämiendurchführungsgesetz - BetrPrämDurchfG;
- Entschließung des Bundesrates, BR-Drucks. 531/04 (Beschluß)
- Beschlußempfehlung des Vermittlungsausschusses, BT-Drucks. 15/3494 vom 30.6.2004
- Beschlußempfehlung und Bericht des BT-Landwirtschaftsausschusses, BT-Drucks. 15/2843 vom 31.3.2004
- Regierungssentwurf, Gesetz zur Umsetzung der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik, BT-Drucks. 15/2553 vom 20.2.2004
Zweites Gesetz zur Änderung des Betriebsprämiendurchführungsgesetzes

- BGBl. 2006 I, S. 942 (mit Link auf BGBl)

= Einbeziehung des Zuckerausgleiches (= Einkommensstüzung für Zuckerrübenerzeuger nach Herabsetzung der Mindestpreise für Zuckerrüben) in Betriebsprämienregelung

- Beschlussempfehlung und Bericht des BT-Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, BT-Drucks. 16/964 vom 15.3.2006
- Regierungsentwurf, BR-Drucks. 118/06 vom 16.2.06 = BT-Drucks. 16/644 vom 14.2.2006
Ausführungsverordnung:
- Betriebsprämiendurchführungsverordnung vom 3.12.2004, BGBl. 2004 I, S. 3204
- Regierungsentwurf, BR-Drucks. 728/04 vom 24.9.2004
- Erste Verordnung zur Änderung der Betriebsprämiendurchführungsverordnung, vom 29.4.2005, BGBl. 2004 I, S. 1213
- Regierungsentwurf der ersten Änderungsverordnung, Regierungsentwurf, BR-Drucks. 170/05 vom 14.3.2005
- Zweite Verordnung zur Änderung der Betriebsprämiendurchführungsverordnung, Bundesanzeiger 2005, S. 10741
- Dritte Verordnung zur Änderung der Betriebsprämiendurchführungsverordnung, Bundesanzeiger 2005, S. 13447
- Änderung der Zweiten und Dritten Verordnung zur Änderung der Betriebsprämiendurchführungsverordnung, Regierungsentwurf, BR-Drucks. 810/05 vom 4.11.2005
Direktzahlungs-Verpflichtungenverordnung (DirektZahlVerpflV)
- Regierungsentwurf, BR-Drucks. 460/04 vom 28.5.2004
- geänderter Regierungsentwurf, BR-Drucks. 602/04 vom 13.8.2004 (Beschluß)
- Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL),
Übersicht über die EU-Agrarreform
- Informationsbroschüre "Die EU-Agrarreform - Umsetzung in Deutschland", Ausgabe 2006
- Ergänzung durch Merkblatt für den Zuckerausgleich
- weitere Informationen zur Umsetzung der GAP-Reform, Stand: 29.4.2005
- Informationsbroschüre “Meilensteine der Agrarpolitik - Umsetzung der europäischen Agrarreform in Deutschland” Ausgabe 2005 (Stand: 1.12.2004)
- Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Ratgeber Förderung 2009
- vgl. Literatur:

Fischer, EU-Agrarreform 2003: Betriebsprämienregelungen in der Praxis, MittBayNot 2005, 273
Gersteuer, Die Übertragung von Zahlungsansprüchen nach der EU-Agrarreform, AUR (Agrar- und Umweltrecht) 2005, 213;
Jansen/Hannusch, EU-Zahlungsansprüche und die Rückübertragungspflicht nach nationalem Pachtrecht, AUR 2005, 245;

von Jeinsen, Die Agrarreform2003 - Konsequenzen für die Vertragsgestaltung, AUR (Agrar- und Umweltrecht) 2003, 293;
Krüger/Schmitte, EU-Agrarreform und Pachtrecht, AUR 2005, 84;
Lontzek, Die Gemeinsame Agrapolitik - Zustand und Reformbedarf, AUR 2005, 73;
Schmitte, EU-Agrarreform 2003: Inhalt und vertragliche Anpassungserfordernisse, MittBayNot 2004, 95 ;
Schmitte, Neuregelung der EU-Beihilfen im Rahmen der GAP, AUR 2005, 80;
Spreen, Neue Anforderungen an die Landwirtschaft durch Cross Compliance, AUR 2005, 37;
Wendt/Elicker, Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik und ihre Umsetzung in der Bun­desrepublik Deutschland, DVBl. 2004, 665.

 

GG Art. 92, 108; VwGO; SGG; FGO
Mögliche Zusammenführung von Verwaltungs-, Sozial- und Finanzgerichtsbarkeit in den Ländern

- Gesetzentwurf des Bundesrates zur Änderung des Grundgesetzes (Art. 92 und 108 GG), BT-Drucks. 16/1034 vom 23.3.2006

- Gesetzentwurf des Bundesrates zur Öffnung des Bundesrechts für die Zusammenführung von Gerichten der Verwaltungs-, Sozial- und Finanzgerichtsbarkeit in den Ländern (Zusammenführungsgesetz), BT-Drucks. 16/1040 vom 23.3.2006
 

BauGB §§ 1, 19, 45, 80, 144, 145, 214
Europarechtsanpassungsgesetz Bau (EAG Bau)

(u.a. Abschaffung der Teilungsgenehmigung nach § 19 BauGB)

BGBl. 2004 I, 1359

Auszug aus DNotI-Report 13/2004

Gesetzesbeschluß des Bundestages, BR-Drucks. 395/04 vom 21.5.2004

Beschlußempfehlung und Bericht des BT-Ausschusses für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (14. Aussschuß),
BT-Drucks. 15/2996 vom 28.04.2004

Regierungsentwurf BT-Drucks. 15/2250 vom 17.12. 2003

 

Gesetz zur Beschleunigung der Umsetzung von Öffentlich Privaten Partnerschaften
"Public Private Partnership"

- Gesetzesbeschluss des Bundestages, BR-Drucks. 544/05 vom 1.7.2005

- Beschlußempfehlung und Bericht des BT-Wirtschaftsausschusses, BT-Drucks. 15/5859 vom 29.6.2005

- Koalitionsentwurf, BT-Drucks. 15/5668 vom 14.6.2005

u.a. Änderungen des GWB (Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen) und der Vergabeordnung vorgeschlagen

 

Änderung des Grundstücksverkehrsgesetzes und des Landpachtgesetzes

- BGBl. 2005, 2409

- Gesetzesbeschluß des Bundestages, BR-Drucks. 440/05 vom 17.6.2005

- Beschlußempfehlung und Bericht des BT-Landwirtschaftsausschusses, BT-Drucks. 15/5613 vom 1.6.2005

- Gesetzentwurf des Bundesrates, BT-Drucks. 15/4535 vom 15.12.2004

u.a. Einfügung von § 2 Abs. 3 Nr. 3 GrStVG zur Genehmigungsversagung bei Gefahr für die Agrarstruktur
(Anlaß: Ankäufe Schweizer Bauern, die deutlich höher subventioniert werden, im deutschen Grenzbereich)

 

Übergangsrecht zur Teilungsgenehmigung nach § 19 BauGB
   (Nach der Änderung durch BauROG zum 01.01.1998)

- Kurzdarstellung von Notar Dr. Dr. Grziwotz, Regen

- Übergangsrecht zur Teilungsgenehmigung

Deutsches Notarinstitut, Gerberstraße 19, 97070 Würzburg